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Die Graue-Star-Operation – die nächste Phase der Innovation hat begonnen.

Der Graue Star!

Beim Grauen Star handelt es sich um eine allmähliche Eintrübung der natürlichen Augenlinse. Dieser Vorgang ist als natürlicher Alterungsprozess anzusehen und stellt im Grunde genommen keine Augenerkrankung dar. Mit zunehmender Verdichtung und Eintrübung der Augenlinse kommt es zu einem allmählichen Verlust der Sehschärfe, ebenso leiden Kontrastsehen, Farbwahrnehmung und es kommt zu einer deutlichen Zunahme der Blendempfindlichkeit. Die einzige therapeutische Möglichkeit besteht in der Grauen Star oder auch Cataractoperation, andere Therapiemöglichkeiten z. B. mit Medikamenten gibt es nicht.

Bildmaterial Lenz_Wolfgang-10-5

Dr. Wolfgang Lenz, Augenarzt, geschäftsführender Gesellschafter

Die Behandlung des Grauen Stars

Als Sir Harold Ridley im Jahre 1950in London die erste künstliche Augenlinse in die hintere Augenkammer eingepflanzt hatte, stellte dies einen bahnbrechenden Erfolg in der Behandlung des Grauen Stars dar. Es dauerte keine 20 Jahre, bis Charles Kelman im Jahre 1967 die sogenannte Phakoemulsifikation, also die Zertrümmerung der natürlichen Linse mit Ultraschall und deren Absaugung, vorstellte. Ein Verfahren, das sich bis zum heutigen Tag als der Goldstandard der Grauen-Star-Chirurgie in der ganzen Welt bewährt hat. Allein in Deutschland werden jährlich rund 700.000 dieser Operationen durchgeführt. Die Operateure der AugenAllianz-Zentren führen mehr als 8000 dieser Eingriffe im Jahr durch, Dr. Lenz der geschäftsführende Gesellschafter der Augen-Allianz-Zentren selbst hat in seiner operativen Tätigkeit persönlich einige tausende Operationen mit dieser Methode durchgeführt. Etwa 40 Jahre später freuen sich die Ärzte der AugenAllianz-Zentren darüber, wieder eine völlig neuartige Technik zur Verfügung zu haben: nämlich die lasergestützteGraue-Star-Operationmit dem Femtosekundenlaser. Dr.Lenz ist ebenso wie viele andereoperativ tätige Kollegen davon überzeugt, dass es sich hier wieder um einen Meilenstein in der operativen Behandlung des Grauen Stars handelt und dass Hightech-Lasersysteme zunehmend Einzug in den operativen Alltag der Ophthalmochirurgen finden werden. Es handelt sich hierbei um den LenSx Femtosekundenlaser der Firma Alcon. Seit September 2013 verfügen die AugenAllianz-Zentren an zwei Standorten, nämlich in Dillingen und in Tübingen über dieses hochmoderne Lasersystem. „Die Installation dieser beiden innovativen Lasersysteme in unseren operativen Einrichtungen spiegelt die konsequente Umsetzung unserer Philosophie wider, unsere Patienten fortwährend am technischen Fortschritt teilhaben zu lassen und ihnen die jeweils bestmöglichen therapeutischen Verfahren anbieten zu können.“ Dies erklärt Dr. Lenz, „Dementsprechend sind auch alle unsere Praxen und operativen Einrichtungen immer auf dem aktuellen Stand der Technik. Dieses Ziel verfolgen wir seit mehr als 25 Jahren konsequent in allen unseren Einrichtungen.“

Graue-Star-Operation bedeutet heute nicht mehr nur Beseitigung der Linsentrübung

Während über viele Jahrzehnte hinweg die Graue-Star-Operation einzig und allein das Ziel verfolgte, die trübe Linse zu beseitigen und wieder eine klare Optik herzustellen, ist die Anspruchshaltung heute eine gänzlich andere: Den Grauen Star zu operieren bedeutet nicht nur Entfernung der eingetrübten natürlichen Linse und Einsetzen irgendeiner Kunstlinse, sondern bedeutet die Beseitigung von Fehlsichtigkeiten. Das Ziel lautet: Jedem Patienten seine „individuelle persönliche Linse“ zu ermöglichen.

Brillenunabhängigkeit in Anbetracht der Wünsche und Vorstellungen der Patienten, der Ausgleichvon Hornhautverkrümmungen durch sogenannte torische Speziallinsen bis hin zu komplexen Linsensystemen, sogenannten multifokalen Implantatlinsen, die in aller Regel eine weitest gehende Unabhängigkeit von Brillen für Fern- und Nahbereich ermöglichen können. „Zunehmend wird von Patienten der Wunsch geäußert, auch ohne Eintrübung der natürlichen Linse geäußert, auch wieder entledigen zu können und über einen sogenannten Clear lense exchange, also einen geplanten Austausch der natürlichen Linse und deren Ersatz durch eine multifokale Optik sowohl in der Ferne wie auch in der Nähe weitestgehend brillenunabhängig zu werden“, erklärt Dr. Lenz.

„Es versteht sich von alleine, dass der Einsatz solcher Linsen ein Maximum an operativer Präzision voraussetzt. Gerade hier bekommt der Einsatz solcher hochmodernen Lasersysteme in der Linsenchirurgie eine ganz besondere Bedeutung.“

Graue-Star-Operation mit dem LenSx Femtosekundenlaser

Während bei der Standardoperation der Hornhautschnitt mit einem Skalpell erfolgt und auch weitere Schritte der Operation im Auge manuell durchgeführt werden müssen, ersetzt die Lasertechnologie das Skalpell und übernimmt einen Teil der manuellen Operationsschritte. Der Femtosekundenlaser ist ein Infrarotlaser mit einer Spotgröße von 1/100 mm, der genauer schneidet, als jedes mikrochirurgische Skalpell. Dabei wird die Energie des Laserstrahls mit einer Wirkdauer von einigen Hundertstel Femtosekunden (eine Femtosekunde =0,000000000000001 sec) (14 Nullen nach dem Komma) entladen. So lässt sich Gewebe extrem exakt und vor allem schonend schneiden, praktisch ohne Wärmeentwicklung.lensxlaser

Das sind die Vorteile des LenSx Lasersystems

  • MitdemLaserlassensich die Hornhautschnitte extrem präzise und reproduzierbar anlegen, bis zu einem gewissen Grad lassen sich durch entsprechende Schnittberechnungen Hornhautverkrümmungen ausgleichen.
  • Die perfekt reproduzierbare Eröffnung der Linsenkapsel durch den Laser ermöglicht eine bessere Zentrierung und geringere Verkippung derKunstlinse, was schlussendlich zu einer weiteren Verbesserung der ohnehin schon sehr präzisenpostoperativen Ergebnisse führt.
  • EinganzentscheidenderVorteil liegt jedoch darin begründet, dass dieses hochmoderne Lasersystem tatsächlich in der Lage ist, in sehr vielen Fällen die Graue-Star-Operation ohne jeglichen Einsatz von Ultraschallenergie durchzuführen und in allen anderen Fällen die benötigte Ultraschallenergie um durchschnittlich mehr als 50 % absenkt. Dies führt zu einem deutlichen Vorteil hinsichtlich der Ultraschallbelastung des Auges, ganz besonders der Hornhautinnenschicht. Eigene Untersuchungen und auch die in der Literatur beschriebenen Ergebnisse zeigen, dass die Hornhaut mit diesem Verfahren nahezu gar nicht belastet wird. Das Lasersystem verfügt über ein einzigartiges softwaregesteuertes Kontrollsystem, das dem Operateur ein maximal individuelles Vorgehen bei jedem einzelnen Patienten erlaubt. Zu jedem Zeitpunkt hat der Operateur die vollständige Kontrolle über den Laser. Der Operateur wird weder ersetzt noch kann sich das Lasersystem in irgendeiner Weise verselbstständigen. Unter anderem helfen dem Operateur hierbei innovative Kontrollsysteme, wie z. B. die integrierte optische Kohärenztomographie, kurz OCT. Gemeint ist damit ein bildgebendes Verfahren, bei dem neben der Hornhaut auch der Augeninnenraum mit Kammern und Linse in hochauflösender Weise erfasst wird.

Bilder in Echtzeit – Visualisierung des gesamten vorderen Augenabschnittes während Planung und Duchführung des Eingriffs.

 Technik kann den Menschen nicht ersetzen

Bei allem Hightechdenken muss vollkommen klar sein, dass dieses Lasersystem – genauso wie andere hoch entwickelte Medizintechnologien – in die Hände erfahrener Operateure gehört. Zwar übernimmt der Laser eine ganze Reihe von operativen Schritten, die bislang manuell vom Operateur durchgeführt werden mussten, aber der Laser ersetzt keinesfalls den Operateur. Angefangen von der Entscheidung, welcher Patient für den Einsatz dieses Lasersystems geeignet ist, bis hin zur eigentlichen Durchführung des Eingriffes und dessen Überwachung liegt die Kontrolle einzig und allein in den Händen des Augenarztes bzw. des Operateurs. Sämtliche Linsenchirurgen der AugenAllianz- Zentren verfügen über eine hinreichende operative Erfahrung ganz generell in der Linsenchirurgie, die meisten von ihnen sind im Umgang mit dem LenSx Femtolasersystem geschult und haben auch hier ausreichend Erfahrung gesammelt.

Alles hat seinen Preis…

Die Anschaffungs- und Unterhaltskosten dieser Lasersysteme sind beträchtlich. Hinzu kommt, dass die Laser nicht in jedem OP aufgestellt werden können, sondern nur in permanent präzise klimatisierten OP-Sälen, um die Präzision der Lasersysteme zu gewährleisten. Darüber hinaus wird für jeden Lasereinsatz, d. h. für jedes zu behandelnde Auge ein so genanntes Interface benötigt, ein Einmalartikel, der allein schon einige hundert Euro kostet. Die Kosten für den Einsatz des Femtosekundenlasersystems werden von den gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich nicht übernommen. Bei Privatversicherten ist eine Erstattung unter Umständen möglich. Über die Höhe der Behandlungskosten geben Ihnen unsere Ärzte gerne Auskunft.

 

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