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Operationen an Netzhaut- und Glaskörper

Intravitreale operative Medikamenteneingabe (IVOM, operative Medikamenteneingabe in den Glaskörperraum des Auges)

Verschiedene Netzhauterkrankungen führen zu einer krankhaften Veränderung des Stoffwechsels der Netzhaut. Hierdurch können Gefäßveränderungen oder Gefäßneubildungen im Bereich der Netzhaut und Aderhaut auftreten. Als Folge kommt es zu teils schweren Schädigungen der Netzhautstrukturen, insbesondere im Bereich der Netzhautmitte (Macula). Typisch ist dies bei der altersabhängigen Maculadegeneration, bei der diabetischen Retinopathie und Maculopathie (bei Zuckerkrankheit) oder bei Gefäßverschlüssen im Netzhautbereich.

Seit wenigen Jahren stehen uns wirkungsvolle Medikamente zur Verfügung, die diese Prozesse stoppen oder doch zumindest in ihrem Voranschreiten deutlich verlangsamen können.

Nach örtlicher Betäubung werden diese Medikamente unter streng sterilen Bedingungen mikrochirurgisch in den Glaskörperraum des Auges eingegeben. Der Eingriff wird in aller Regel ambulant durchgeführt.
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Pars plana Vitrektomie (ppV)

Bei verschiedenen Erkrankungen der Netzhaut und des Glaskörpers kann es erforderlich sein, eine mikrochirurgische Operation durchzuführen. Unsere erfahrenen Netzhautchirurgen führen diese Eingriffe minimalinvasiv durch. Unsere Operationseinrichtungen sind hierfür mit OP-Mikroskopen ausgestattet, die dem derzeitigen jeweiligen aktuellen wissenschaftlichen Stand der Technik entsprechen. Die so genannte 23 G-Vitrektomie mit Schnitten von 0,6 mm gehört seit Jahren zum Standard in unseren Operationszentren. Die Eingriffe werden in aller Regel unter stationären Bedingungen durchgeführt.

Laserbehandlungen der Netzhaut

Diese Behandlungen werden bei uns mit einem sogenannten Diodenlaser durchgeführt und erfolgen ambulant. Vorwiegend findet die Laserbehandlung der Netzhaut Anwendung bei diabetesbedingten Gefäßschäden und Wucherungen der Netzhaut oder nach Gefäßverschlüssen (Thrombosen). Ziel ist es, die Wucherung krankhafter Gefäße zu stoppen, undichte Gefäße zu versiegeln und weitere schwere Komplikationen, vor allem eine Netzhautablösung zu verhindern.

Die Laserbehandlung der Netzhaut findet auch Anwendung bei Loch- oder Rissbildungen in der Netzhaut. Solche Veränderungen finden sich für gewöhnlich in den Außenzonen der Netzhaut. Werden jene Netzhautdefekte oder deren Vorstufen im Rahmen der Augenhintergrunduntersuchung von unseren Ärzten entdeckt, kann es erforderlich sein, diese mit dem Laser zu versiegeln. Eine Verbesserung der Sehkraft wird hierdurch selbstverständlich nicht erzielt. Es handelt sich um eine vorsorgliche Maßnahme, damit aus diesen Defekten keine schwere Schädigung der Netzhaut wie eine Netzhautablösung entstehen kann.